Im Wahlkreis gibt’s viele Funklöcher

  • veröffentlicht: 24. November 2022 |
  • zuletzt bearbeitet: 24. November 2022 |
  • AuthorIn: Juliane Eusebi

Eine Umfrage des grünen Landtagsabgeordneten Ralf Nentwich zeigte: In vielen Kommunen besteht noch keine flächendeckende, zuverlässige Mobilfunkversorgung. Im Innenministerium fragt er per Brief nach, bis wann die Lücken geschlossen werden.

Rems-Murr (pm). Trotz aller Aktivitäten zur Digitalisierung und zum Ausbau der Mobilfunknetze gibt es in der Region immer noch viele Funklöcher. „Immer wieder erreichen mich Meldungen über Funklöcher und mangelhaften Mobilfunkempfang in meinem Wahlkreis“, so der grüne Landtagsabgeordnete Ralf Nentwich. Dabei ist eine flächendeckende Versorgung mit schnellem Mobilfunk heute Teil der notwendigen Infrastruktur, für Unternehmen und Bevölkerung ein wichtiger Standortfaktor und in Krisen- und Pandmie-Zeiten unentbehrlich.

Um die Bereiche der Funklöcher und deren Ursachen herauszufinden, hat der Landtagsabgeordnete eine Umfrage bei Bürgerinnen und Bürgern im Wahlkreis gemacht. „Das Ziel einer flächendeckenden Mobilfunknetzversorgung an allen Orten in Baden-Württemberg mit mindestens 3G oder 4G ist noch längst nicht erreicht“, kritisiert er. Folgende Funklöcher traten durch die Umfrage zutage: In Aspach die Verbindungsstraße zwischen Aspach und Altersberg sowie die Canape Kreuzung. Im Raum Backnang-Oppenweiler kommt es immer wieder zu Verbindungsabbrüchen kurz vor Buch-Eich, auf der Kreisstraße K 1897 zwischen Oppenweiler und Backnang-Steinbach, ebenso im Bereich der Kreuzung zur Mülldeponie.

In Sulzbach an der Murr gibt es Richtung Fischbach über einige Kilometer gar kein Netz. In Murrhardt ist der Stadtbezirk Kirchenkirnberg komplett ohne Handy- oder Netzempfang. Dasselbe gilt für den Parkplatz Zollstock und die Spiegelberger Teilorte Jux, Nassach, Kurzach, Großhöchberg und Dauernberg. Im Welzheimer Teilort Seiboldsweiler ist das Telefonieren mit Mobilfunk sehr schwierig. „Ein einziges Funkloch“ sind die Bereiche zwischen Welzheim, Laufenmühle und Klingenmühle bis Klaffenbach und Breitenfürst, Bausche, Eselshalden und Steinbruck. Auch in Kaisersbach gibt es in den Bereichen „Sandland“, Birkhof/Schillinghof, Hellershof, Cronhütte und im gesamten Täle zwischen Kaisersbach und Hellershof „nur Funklöcher“.

Um diese Funklöcher schnellstmöglich zu schließen, hakt Ralf Nentwich brieflich bei Landesinnenminister Thomas Strobl nach, der auch für die Digitalisierung zuständig ist: Er fragt, ob dem Innenministerium die genannten Funklöcher bekannt sind, ob und wo Mittel zu deren Schließung eingeplant sind, welche Projekte es dazu gibt, wie deren aktueller Planungsstand aussieht und bis wann die Lücken geschlossen werden können.