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Die Bremsen beim Ausbau der Windkraft lösen – Nentwich fordert schnellen und größtmöglichen Ausbau der Windkraft im Raum Backnang

18. Januar 2022

Stuttgart/Backnang – Bisher dauert die Realisierung eines Windparks etwa sechs bis sieben Jahre.
Die grüne Landesregierung möchte diesen Zeitraum mindestens halbieren.
Zur Straffung der Genehmigungsverfahren für Windenenergieanlagen sollen laut Nentwich
Antragsunterlagen, Gutachten für die Prüfung und Stellungnahmen der Träger öffentlicher
Belange künftig durchweg digital vorgehalten werden. In einem weiteren Schritt wird
anschließend das gesamte Verfahren digitalisiert.
Das Überprüfen der Vollständigkeit von Antragsunterlagen soll künftig binnen eines Monats
erfolgen. Den Regierungspräsidien (RPen) soll stärker als bisher eine Steuerungsfunktion im
gesamten Genehmigungsprozess zukommen. Ein Monitoring-System wird die Einhaltung der
Verfahrensdauern überwachen.

„Eine sehr große Zeitersparnis werde auch das Abschaffen des Widerspruchsverfahrens
bringen, so der grüne Landtagsabgeordnete Ralf Nentwich.
„Die vier Arbeitsgruppen der Task Force hinterfragen alles, sie stellen alles auf den Kopf. Sie
haben geliefert und erste konstruktive Vorschläge vorgelegt, wie Hemmnisse beim Ausbau
der regenerativen Energien abgebaut werden können – sowohl beim Bereitstellen von
Flächen als auch bei den Genehmigungsverfahren.“
Der größte Bremsklotz fällt laut Nentwich aber in wenigen Monaten weg. „Wenn die Deutsche
Flugsicherung (DFS) das Drehfunkfeuer bei Affalterbach spätestens 2023 abschaltet, ergibt
sich für den Raum Backnang eine neue Chance für Windkraft. Diese gilt es konsequent zu
nutzen.“, so Nentwich weiter. Denn eines ist für einen pragmatischen und schnellen Ausbau
notwendig: Projektierer von Windkraftanlagen benötigen Planungssicherheit. Als ehemaligen
Bundesjugendsprecher der Naturschutzjugend im NABU und Naturschützer schlagen bei
Nentwich dabei zwei Herzen in seiner Brust. Artenhilfsprogrammen sind laut Nentwich eine
Möglichkeit zum besseren Schutz bei gleichzeitigem Ausbau der Windkraft. Von
Fledermäusen geeignete Waldbereiche könnten aus der Nutzung genommen werden, damit
sich dort urwaldähnliche Strukturen entwickeln können. Sommer- und Winterquartiere könnten
so besser gesichert werden In einem weiteren Schritt könnten in der Landwirtschaft mehr
insektenfreundliche Blühflächen angelegt werden.
In Rems-Murr-Kreis stehen aktuell leider nur vier Windkraftanlagen. Eine davon steht im
Wahlkreis Backnang in Welzheim und wird von der Firma Bürgerwind Welzheim betrieben.